Geist der Schuldenbremse

„Der Geist der Schuldenbremse sieht vor, dass man sich die derzeitige Situation ansieht.“ (Carsten Schneider, MdB in der 117. Sitzung des Deutschen Bundestages am 30.06.2011. Gestolpert bin ich über diese Formulierung in einem Artikel von Antje Sirleschtov im Tagesspiegel vom 12.11.2011, wo es heißt:“Denn erstens verstoße Schäuble damit gegen den ´ Geist der Schuldenbremse´, wonach die Schulden nicht mehr, sonder weniger werden sollten.“

Ich habe mich über dieses doppelt schräge Bild so sehr gefreut, dass ich den Originalton im Internet gesucht habe. Im November fand sich bei Google nur der Artikel aus dem Tagesspiegel. Andere Zeitungen zitieren Schneider mit anderen Worten zum aktuellen Entwurf des Hauhalts. Wahrscheinlich gibt der Artikel im Tagesspiegel einen aktuellen Originalton von MdB Schneider wieder, der anderweitig nicht veröffentlich wurde. Schöner fände ich es aber , wenn Antje Sirleschtov die Formulierung aus der Bundestagsrede wegen ihrer funkelnden Schönheit in der Schublade behalten hätte, um sie bei passender Gelegenheit, nämlich jetzt, hervorzuholen und dem staunenden Publikum in voller Pracht vorzuführen.

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